Uns geht es gut, doch…
Es genügt nicht, mit beiden Beinen im Leben zu stehen; man
muss sich auf die Beine machen.
(Rolf Haller)
147 Nationen haben im Jahre 2000 im Rahmen der UNO zugesagt, die extreme Armut bis 2015 zu halbieren.
Die Fortschritte bleiben weltweit deutlich hinter dem Plan zurück. Über eine Milliarde Menschen – ein Sechstel der Weltbevölkerung – leben in extremer Armut. Glücklicherweise entstehen in vielen Teilen der Welt sogenannte Basisbewegungen, welche sich für soziale Gerechtigkeit engagieren.
Basisprojekte in der Zweidrittelwelt
Unzählige Basisprojekte meist von Non-Profit-Organisationen leisten grossartige Hilfe.
Frauen und Kinder werden in der Armutspyramide als die Ärmsten der Armen betrachtet. Frauen mit kleinen Kindern ist es im Allgemeinen nicht möglich, ausserhalb des Haushalts Arbeit zu finden, selbst wenn sie vorhanden wäre! Eine Teilzeitarbeit ist oft die einzige Möglichkeit, um das materielle Überleben der Familie zu sichern.
Arbeit stärkt den Selbstwert und die Würde der Frauen mehr als Almosen – ein seltener Luxus in den Slums.
Weihnachten 2008 & 2009
In diesen beiden Jahren unterstützen wir ein Projekt zur Förderung von Kleinunternehmer. Diese erhalten Mikro-Kredits, um ihre wirtschaftliche Tätigkeit auszubauen. Weitere Informationen über das unterstütze Projekt finden Sie hier.
Weihnachten 2007
Wie in früheren Jahren verzichtet Coachingplus auch dieses Jahr und auf den Kauf und Versand der Weihnachtskarten. Als Firma unterstützen wir das Projekt „Zukunft für Strassenkinder in der Mongolei“ und ermöglichen Kindern einen Neuanfang aus schwierigsten Lebensbedingungen.
Verkauf von Produkten aus Hilfsprojekten
Exemplarisch möchten wir Ihnen Einblick
in die philippnische Organisation „Kamay
Kraft“ geben. Die Organisation wurde 1991 in Manila
gegründet. Es handelt sich um eine staatlich anerkannte
Kooperative. Diese hat zurzeit etwa 250 Mitglieder, die sich
in verschiedene Gruppen unterteilt.
Die Frauen organisieren sich selbst in kleinen genossenschaftlichen
Einheiten mit acht bis zehn Frauen, die ihre eigene Leiterin
wählen. Diese überwacht die Arbeit und zahlt einen
fairen Lohn aus, der pro Stück berechnet wird.
Die Organisation hat im November 2002 den „Philipines Goverment award for Community empowerment“ erhalten. Seit dem Beginn der Produktion von Recyclingprodukten im Jahr 2002 ist das Projekt „Kamay Kraft“ stark gewachsen. Die Qualitätskontrolle wird auf einem sehr hohen Standard gehalten. Es werden fortlaufend neue Designs und Produkte kreiert.
Aus dem Reinerlös des Verkaufs der Produkte wird ein Fonds
gespiesen, welcher Mikrokredite an die Armen vergibt (eine Armenbank).
Dies ermöglicht den Kauf einer Nähmaschine, Startkapital
für eine selbstständige Tätigkeit usw. Solche
Kredite sind für die Armen sonst kaum erhältlich.
Spätestens seit Mohammed Junus, der Gründer der Grameen
Bank in Bangladesh den Friedensnobelpreis 2006 gewonnen hat,
ist das Thema weltbekannt. Junus hat mit seiner Idee der Mikrokredite
das klassische Konzept der Entwicklungshilfe widerlegt, dass
nur millionenschwere Investitionen und Grossprojekte Arbeit schaffen.
Stattdessen hat er bewiesen, dass Hilfe zur Selbsthilfe bereits
mit winzigen Summen erreicht werden kann.
Asatrade - Arbeit statt Almosen
Zielorientiert arbeiten heisst, sich mehr auf das zu konzentrieren, was tatsächlich etwas bewirkt. Dies verfolgt Asatrade.
Asatrade vertreibt die Produkte von Kamay Kraft in der Schweiz und Deutschland. In Schweizer Schaufenstern sind immer mehr farbige Taschen und andere nützliche Gebrauchsartikel zu finden, die in Manila aus Abfall gefertigt werden. Asatrade achtet auf eine faire Bezahlung der Produzierenden. Der faire Handel ist genau so wichtig wie der freie Handel.
Coachingplus GmbH unterstützt Asatrade im Marketing.
Zum Nachdenken
– ein Text des Autors und Soziologe Professors Tony Campolo:
"Drei Dinge möchte ich ihnen sagen. Erstens während Sie heute Nacht geschlafen haben, sind 30'000 Kinder verhungert oder an den Folgen der Unterernährung gestorben. Zweitens: Die meisten von ihnen interessiert das einen Scheissdreck. Und das Schlimmste ist drittens, dass sie sich mehr daran stören, dass ich „Scheissdreck“ gesagt habe, als daran, dass heute Nacht 30'000 Kinder gestorben sind."
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